aktualisiert am Montag, 17 Mai, 2010

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31.3.2010 | BUND-Presseinformation

BUND kritisiert Staustufenpläne in der Elbe
in Tschechien nahe der Grenze zu Sachsen

Mit Unverständnis hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Erklärung vom Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zum Staustufenbau in der Elbe aufgenommen. Wie die Sächsische Zeitung berichtete, stellte sich Ramsauer nach Gesprächen in Prag hinter die Pläne Tschechiens, nahe der Grenze zu Sachsen eine Staustufe in der Elbe zu errichten.

„Ramsauer tut so, als würde die Elbe nach einem Staustufenbau an der deutsch-tschechischen Grenze dann bis nach Hamburg zuverlässig für den Gütertransport schiffbar sein“, kritisiert der Leiter des BUND-Elbe-Projektes Ernst Paul Dörfler den Bundesverkehrsminister.

Erst am 17.2.2010 hat Ramsauers Staatssekretär Enak Ferlemann auf eine schriftliche Anfrage der SPD klargestellt, dass es für die frei fließende Elbe keine garantierte Mindesttiefe gibt. Auch die vom Staatsekretär schriftlich vorgelegten Daten zeigten, dass die Elbe, die in Deutschland über 500 Kilometer frei fließend ist, durchschnittlich 4 bis 5 Monate im Jahr nicht einmal die Mindesttiefe von 1,60 m aufweisen kann. Das war vor dem Hochwasser nicht anders als nach dem Hochwasser 2002.

„Es ist unredlich, wenn der Bundesverkehrsminister diese Fakten den tschechischen Nachbarn vorenthält und sie sogar ermutigt, eine Investition in dreistelliger Millionenhöhe zu tätigen, die nicht zum Ziel führt“, erklärt Dörfler. „Nur wenn die realen Wassertiefen der gesamten Elbe auf den Tisch kommen, lässt sich seriös planen.“ Nicht zuletzt müsse auch der Klimawandel mit den zunehmenden Niedrigwasserzeiten in Rechnung gestellt werden.

Rückfragen: Dr. Ernst Paul Dörfler | Leiter BUND-Elbeprojekt | www.elbeinsel.de | 0178 1617800 | 039244 290

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