aktualisiert am Mittwoch, 3 Februar, 2010

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BUND-Presseinformation | 19.02.2010

Saale-Elbe-Kanal:
Datenlage öffentlich machen – Politik muss Transparenz schaffen, um richtige Entscheidungen zu treffen

Aus Anlass der heutigen Landtagsdebatte um den Bau des Saale-Elbe-Kanals fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) endlich Transparenz zu schaffen:

Es mache keinen Sinn, einen Kanal von der Saale in die Elbe für 100 Millionen Euro zu planen, wenn nicht klar ist, ob und wie die Frachtschiffe auf der Elbe weiterkommen, erklärt der BUND. Da die Transporte auf der Elbe sich seit über 10 Jahren halbiert haben und sich auf einem historischen Tief bewegen, könne nicht davon ausgegangen werden, dass nur die Saale der Engpass sei, denn der Kanalneubau löse nicht die Niedrigwasserprobleme der Elbe.

“Jetzt müssen die Daten auf den Tisch, statt weiter zu mauscheln und sie immer wieder aus dem Internet zu löschen“, erklärt der Leiter des BUND-Elbeprojektes, Ernst Paul Dörfler, und bezieht sich auf den amtlichen Internet-Auftritt der WSD Ost, die die Fahrrinnentiefen der Elbe fortlaufend wieder herausnimmt (www.elwis.de).

Nach wie vor sei nicht von der Wasserstraßenbehörde dokumentiert, welche Tiefe die Elbe in den letzten 20 Jahren aufzuweisen hatte und welche Tiefe ein rentabler Gütertransport von Massengütern benötige. In der Privatwirtschaft müssen bei jeder Investition vorher die Datenlage und die Wirtschaftlichkeit klar sein. Nicht mehr und nicht weniger verlangt auch der BUND, wenn es um 100 Millionen Euro Steuergeld und um schwerwiegende Eingriffe geht, die das wertvollste Schutzgebiet Sachsen-Anhalts beeinträchtigen. Nach allen vorliegenden Erkenntnissen würde der Bau eines Saale-Elbe-Kanals einen weiteren massiven Ausbau der Elbe nach sich ziehen. Dies wäre weder wirtschaftlich noch ökologisch zu rechtfertigen.

Rückfragen:
Ernst Paul Dörfler, BUND-Elbeprojekt | Telefon 03 9244 - 290 | mobil 0178 1617800

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