BUND | 14. 08.2009

Das Bürgerbündnis und Netzwerk Elbe lädt am 19.9.09 um 19 Uhr zu einer Mahnfeuer-Kette entlang des gesamten Flusses ein. Am abendlichen Feuer soll gemeinschaftlich die Verbundenheit der Menschen mit ihrer heimatlichen Flusslandschaft ausgedrückt werden. Teilnehmen würden Umweltverbände, Gewerbevereine, Kommunen, Kirchen und Parteien.
Die konkreten Anlässe der Aktion sind vielfältig:
Sie reichen von der Aberkennung des Welterbetitels „Dresdner Elbtal“ über die Gefährdung des UNESCO-Welterbe-Gebietes Dessau-Wörlitzer Gartenreich und des UNESCO-Biosphärenreservates „Flusslandschaft Elbe“ durch die laufenden Elbvertiefungen. Gleichermaßen sind die Europäischen Schutzgebiete entlang des Flusses, wie die Vogelschutz- und FFH-Gebiete durch Austrocknung bedroht. Die Planung neuer Kohlekraftwerke an der Elbe wird ebenso als Gefährdung des Lebensraumes Elbe angesehen wie der Bau der Autobahn A 14.
Das Bündnis will mit der Mahnfeueraktion darauf hinweisen, dass das Schicksal der Flusslandschaft von politischen Entscheidungen über den weiteren Umgang mit diesem Fluss abhänge. Es geht darum, Prioritäten zu setzen:
Nach einer repräsentativen EMNID-Umfrage (Auftraggeber: Bundesverkehrsministerium) wünschen 94% der Bevölkerung, dass mehr für Umweltschutz und Freizeitnutzung/Erholung an Flüssen getan werde.
Nach Meinung der Befragten sollte das politische Engagement an Flüssen für Transportzwecke reduziert werden. (Siehe Anlage Elbe-Labe-Rundbrief, S.2)
Die konzertiere Aktion soll auch dazu genutzt werden, um über den hohen ökologischen und touristischen Wert der Elblandschaft zu informieren. So wurde der Elberadweg zum fünften Mal in Folge zum beliebtesten Radweg in Deutschland gewählt. Der „Schatz Elbe“ darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, so die Veranstalter. Eingeladen sind u. a. auch die Direktkandidaten für die Bundestagswahl. Von den gewählten Politikern wird es maßgeblich abhängen, wie über die Zukunft der Elbe entschieden wird. Nach den vorliegenden Antworten der fünf Bundesparteien ist zu befürchten, dass Bauvorhaben zu Lasten der Natur- und Kulturlandchaft nach der Wahl fortgesetzt oder gar forciert werden. Vor solchen Fehlentwicklungen wollen die Veranstalter der ElbeMahnFeuer nachdrücklich warnen.
Aktionen sind bislang geplant in:
Pirna, Dresden, Coswig, Meißen, Riesa, Mühlberg, Torgau, Coswig/Anhalt, Wörlitz, Dessau, Aken/Steutz, Magdeburg, Burg/Rogätz, Arneburg, Klitznick, Beuster, Wittenberge, Hitzacker, Bleckede, Grünendeich/Lüheanleger, Otterndorf und Cuxhaven.
Rückfragen:
Iris Brunar: Sprecherin PRO ELBE 0340 8507978 bzw. 0178 1630204
Ernst Paul Dörfler: BUND-Elbeprojekt 039244 290 bzw. 0178 1617800
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