Magdeburg/Dessau 26.9.07
BUND-Presseerklärung
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die wachsende Zustimmung in der Öffentlichkeit für einen neuen Umgang mit der Elbe, für die sich der Umweltverband schon seit 15 Jahren engagiert. Die Elbe zum Thema für die IBA in Magdeburg zu machen, ist eine große Chance, den Fluss stärker für die Menschen zu öffnen und in den Mittelpunkt zu rücken.
„Nachdem die Elbe fast einhundert Jahre zum Abwasser- und Schifffahrtskanal herabgestuft wurde, rücken mit der verbesserten Wasserqualität und dem wachsenden Umweltbewusstsein neue Nutzungen in den Vordergrund: Der Fluss soll nun verstärkt als naturnahmer Lebensraum für den Menschen begriffen werden. Dazu muss der Fluss wieder zugänglich gemacht werden, auch und vor allem in den Städten. Ruhezonen, Räume und Treffpunkte für Kommunikation, Kultur- und Naturerleben, natürliche Ufer und Sandstrände, Liegewiesen und Badestellen gehören dazu“, fasst Iris Brunar vom BUND zusammen.
„Der Fluss kann entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität und der Attraktivität eines Standortes beitragen“ so Ernst Paul Dörfler vom BUND-Elbeprojekt. „Deshalb müssen die öffentlichen Belange, die an den Fluss gerichtet werden, besser als bisher abgewogen und Schwerpunkte gesetzt werden, wohin die „Reise“ an der Elbe gehen soll. Wenn es gelingt, die Versteinung und die Verschotterung der Ufer wo immer möglich in eine Renaturierung umzukehren, wie es am Rhein schon abschnittsweise praktiziert wird und an der Loire Normalität ist, wäre gerade auch an der Elbe viel zu gewinnen. Dazu ist aber eine Einbeziehung der Bürger und der Umweltverbände unverzichtbar. Bislang wird ein umweltverträglicher Umgang mit der Elbe von der Wasserstraßenbehörde lediglich behauptet, nicht jedoch nachweislich vollzogen.“
Kontakt:
Iris Brunar | BUND-Elbeprojekt | Verbändekoordination IKSE |
Humperdinckstr. 28 / 06844 Dessau | Telefon 0340 - 850 79 78
i.brunar@gmx.d
Dr. Ernst Paul Dörfler |
BUND-Elbeprojekt
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