03.08.2011 | Mitteldeutsche Zeitung Halle
DRESDEN/MAGDEBURG/MZ. Ein Vorstoß aus Tschechien sorgt für neue Diskussionen um den Gütertransport auf der Elbe. Nach einem Bericht der Sächsischen Zeitung wollen tschechische Binnenschiffer künftig ausschließlich auf westeuropäischen Wasserstraßen fahren, falls sie dafür vom Staat eine Anschubfinanzierung in Höhe von umgerechnet 25 Millionen Euro erhalten. Dafür solle Tschechien auf den umstrittenen Bau von Staustufen in der Elbe bei Decin nahe der Grenze zu Sachsen verzichten. Und dies wiederum hätte auch Auswirkungen auf die Elb-Schifffahrt in Deutschland.
Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) begrüßte die Pläne als wirtschaftlich und ökologisch vernünftig. Das Land Sachsen-Anhalt äußerte sich dagegen zurückhaltend. Auf der Elbe werde von Jahr zu Jahr mehr Fracht transportiert, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Welche Folgen ein Ausstieg der Tschechen aus dem Binnenschiffsverkehr hätte, bleibe abzuwarten. |