Die Bundesregierung will die Elbe für schwerere Schiffe passierbar machen
Berlin (dpa/bb) - Ab dem Jahr 2011 sollen auf dem gesamten Fluss Schiffe mit dreifach gestapelten Containern fahren können, kündigte der Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann (CDU) am Freitag in Berlin an. Auf den meisten Strecken seien bisher nur Schiffe mit zwei Lagen unterwegs. «Wir müssen den Reedern eine Wassertiefe von 1,60 Meter garantieren», sagte Ferlemann. Dazu sollen durch das Hochwasser im Jahr 2002 zerstörte Regelungswerke wieder repariert und Ablagerungen im Flussbett mit Baggern abgetragen werden. Ein Ausbau der Elbe sei aber nicht geplant, sagte der Staatssekretär.
30.01.2010 | LZ
Mindestens 1,60 Meter
Elbe soll vertieft werden
dpa Hamburg/Berlin. Die Bundesregierung will die Elbe für schwerere Schiffe passierbar machen. Von 2010 an sollen auf dem gesamten Fluss Schiffe mit dreifach gestapelten Containern fahren können, kündigte Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann (CDU) an.
Auf den meisten Strecken seien nur Schiffe mit zwei Lagen unterwegs. „Wir müssen den Reedern eine Wassertiefe von 1,60 Meter garantieren“, so Ferlemann. Dazu sollen durch das Hochwasser im Jahr 2002 zerstörte Regelungswerke wieder repariert und Ablagerungen im Flussbett ausgebaggert werden. Über die Baumaßnahmen entlang der Elbe erhitzen sich seit Jahren die Gemüter. Ein Ausbau der Elbe sei nicht geplant, sagte der Staatssekretär.
„Die Straßen und Schienen stoßen bereits an ihre Kapazitätsgrenzen“, sagte Ferlemann. Deshalb müsse der Verkehr stärker auf die Fluss- und Seefahrt verlagert werden. „Zudem werden die Gesamttransportkosten für Unternehmen dadurch viel billiger.“ Durch die Vertiefung werde das Transportvolumen auf der Elbe das vierfache gesteigert. Der Kostenaufwand sei noch nicht vollständig abschätzbar.
Für Naturräume bestehe keine Gefahr, sagte der Staatssekretär. Durch die Stabilisierung der Wasserhöhe würden viele Naturräume erhalten bleiben. Ein weiteres Elb-Projekt begleitet. So soll die Unterelbe zwischen Hamburger Hafen und Elbmündung mit erheblichem Bauaufwand vertieft werden. Naturschutzverbände sehen dadurch Flora und Faun in Gefahr.