aktualisiert am Montag, 12 Oktober, 2009

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Volksstimme Sachsen-Anhalt 20.10.2009

30 Jahre Biosphärenreservat

Dessau-Roßlau ( dpa ). Der Schutz der Natur kann nach Ansicht von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer ( CDU ) positive Effekte für die Wirtschaft einer Region bewirken. Das UNESCO Biosphärenreservat Mittelelbe, zu dem das Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit jährlich mehr als einer Million Besuchern gehört, sei ein Beispiel dafür, sagte er gestern auf einer Festveranstaltung anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Biosphärenreservates in Dessau-Roßlau. Das Reservat zeige auch, dass es in der DDR neben dem rücksichtslosen Raubbau an der Natur auch einen engagierten Naturschutz gegeben habe. Das Reservat ging aus dem Steckby-Lödderitzer Forst hervor, den die UNESCO 1979 als Schutzgebiet anerkannt hatte. 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz ( BUND ) wandte sich erneut gegen den weiteren Ausbau der Elbe. Wenn die geschützten Auenwälder für die Zukunft erhalten werden sollten, dürfe die Elbe nicht weiter vertieft und damit den Auen das Wasser abgegraben werden, erklärte Ernst Paul Dörfler vom BUND-Elbeprojekt. Tausende Arbeitsplätze seien davon abhängig, dass die Elbe ein attraktiver und naturnaher Fluss bleibe.

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