aktualisiert am Samstag, 26 September, 2009

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Märkische Allgemeine Zeitung – MAZ| 19.9.09

UMWELT: Doch Ausbau der Elbe

BUND liegen entsprechende Pläne vor

PERLEBERG - Nach jahrelangen Beteuerungen der Bundesregierung, keinen Ausbau der Elbe zu planen, liegt dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nun ein Dokument aus dem Bundeswirtschaftsministerium vor, wonach alle Wasserstraßen durchgängig auf rund drei Meter zu vertiefen sind. Wie der BUND weiter mitteilt, werde die Elbe hervorgehoben, deren „Wasserstände stabilisiert“ werden sollen. Erst im Juni hat auf der CDU-Elbekonferenz in Magdeburg der Bauminister Sachsen-Anhalts, Karl-Heinz Daehre, den Ausbau der Elbe verlangt.

„Diese hier in aller Deutlichkeit geäußerten Zielvorstellungen sind die logische Konsequenz der laufenden Planungen zum Saale-Elbe-Kanal und decken sich hundertprozentig mit den immer wieder vorgetragenen Befürchtungen der Elbeschützer vom BUND und anderen Initiativen. Für die Flusspolitik bedeutet dies einen Rückfall in das alte, betonorientierte Denken“, erklärt der Leiter des BUND-Elbeprojektes Ernst Paul Dörfler. Weiter sagt er: „Die Wasserstände eines Flusses wie der Elbe, dessen Pegel ganz natürlich zwischen Hoch- und Niedrigwasser schwanken, stabilisieren zu wollen, ist nicht machbar, ohne den Fluss in Mauern und Staustufen einzuzwängen. In der Folge würde nicht nur die Natur bis zur Unkenntlichkeit gründlich zerstört werden, sondern auch das Hochwasserrisiko beträchtlich ansteigen.“

„Die Elbe, ihre Auen und die Unesco-Schutzgebiete mit dem Weltkultur- und Naturerbe ziehen jährlich Hunderttausende Touristen an“, hebt Iris Brunar hervor, Sprecherin der BI Pro Elbe. Heute werden Flussschützer zusammen mit Gewerbetreibenden, Kirchenvertretern und anderen Akteuren in 25 Städten entlang des Flusses „ElbeMahnFeuer“ entzünden, so auch in Wittenberge. (MAZ)

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