aktualisiert am Freitag, 18 September, 2009

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Mitteldeutsche Zeitung | 17.09.09

Mehr Bundesgeld für «Mittlere Elbe»

Förderung des Naturschutzprojektes wird bis zum Jahr 2018 verlängert

KÖTHEN/BERLIN/MZ/MB. Um 6,7 Millionen Euro aufgestockt wird der Bundesmittelanteil für das Naturschutzprojekt "Mittlere Elbe". Das teilte am Donnerstag der Bundestagsabgeordnete Engelbert Wistuba (SPD) mit. Zudem werde die Dauer des Projektes bis zum Jahr 2018 verlängert. Mit dem Vorhaben erhält der Fluss weitere Überflutungsflächen. So werden unter anderem Altarme wieder mit der Elbe verbunden, die derzeit noch hinter Deichen liegen.

Das Naturschutzprojekt, initiiert von der Verwaltung des Biosphärenreservats "Mittelelbe", wurde bereits im Jahr 2001 durch den Naturschutzverband WWF gestartet. Das Projektgebiet, an der Elbe bei Aken und Dessau-Roßlau gelegen, umfasst ein Gebiet von mehr als 9 000 Hektar Fläche. 5 700 Hektar davon sind als Kerngebiet von besonderer Bedeutung für den Naturschutz. Der WWF hat inzwischen einen erheblichen Teil des Gebietes erworben und will durch extensive Landwirtschaft, naturnahen Waldbau und ökologischen Tourismus die nachhaltige Entwicklung der Flächen vorantreiben. Ein weiteres wichtiges Ziel des Großprojektes ist eine Deichrückverlegung auf sieben Kilometern Länge, wodurch bei Kühren und Lödderitz rund 600 Hektar weitere Überflutungsflächen mit einem künftigen höheren Schutzstatus als bisher entstehen würden. Sachsen-Anhalt steuert zu dem Projekt 1,3 Millionen Euro als Ko-Finanzierung bei.

Am Sitz der Verwaltung des Biosphärenreservats in Oranienbaum war die Freude groß. Damit sei eines der zentralen Projekte im Reservat abgesichert, sagte Verwaltungsleiter Guido Puhlmann.

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