mdr - Mitteldeutscher Rundfunk | 15.09.09
Niedrigwasser erschwert derzeit die Güterschifffahrt auf der Elbe. Der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Friedrich Koop, sagte, aufgrund der Trockenheit seien die Pegelstände im September stark gesunken.
Nach Angaben des Schifffahrtsamtes liegen die Stände am Pegel Magdeburg-Strombrücke und in Aken bei jeweils 89 Zentimetern, in Barby bei 79 Zentimetern. Selbst wenn es in den kommenden Tagen regnen sollte, dürften die Pegelstände kaum steigen, sagte Koop. Niedrige Wasserstände bedeuteten für Güterschiffe vor allem weniger Ladung. Die meisten Schiffe könnten daher nur etwa 25 bis 30 Prozent ihrer Ladekapazität aufnehmen. Für die Ausflugsschiffe der Weißen Flotte gebe es dagegen in Magdeburg bislang keine Einschränkungen. Für sie werde es erst ab einem Pegelstand unter 75 Zentimeter kritisch
Kein Fahrverbot bei Niedrigwasser
Anfang der Woche war in Magdeburg mit 85 Zentimetern der bislang niedrigste Pegelstand dieses Jahres erreicht worden. Zum Vergleich: Der jährliche Mittelwert des Wasserstandes liegt in Magdeburg bei 1,95 Meter. Anders als bei Hochwasser falle die Schifffahrt bei Niedrigwasser allein in das Ermessen der Reedereien, teilte Koop mit. So gebe es kein Fahrverbot bei besonders niedrigen Wasserständen. Auf der Elbe in Magdeburg werden jedes Jahr etwa 10.000 Güterschiffe gezählt.
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