aktualisiert am Dienstag, 21 April, 2009

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13.04.2009

Vortrag von Reiner Heiken, Niederlassungsleiter Hamburg der Spedition Kühne&Nagel auf dem Elbschifffahrtstag 2009, Hamburg

Lediglich 2,1% der Container werden per Binnenschiff befördert. Als Gründe wurden die mangelnde Schiffbarkeit der Elbe, die nicht binnenschifffahrtsfreundliche Struktur der Hamburger Häfen mit viel Aufwand und Wartezeiten an vier Terminals, ungünstige Öffnungszeiten der Zollabfertigung. Bahn und LKW sind dagegen hervorragend aufgestellt und tummeln sich mit der Binnenschifffahrt in einem starken Wettbewerb. Bemängelt werden eine geringe Depotdichte der Carrier in Ostdeutschland, ein schwaches Marketing der Anbieter und eine grundsätzlich negative Einstellung der Kunden und Spediteure in Bezug auf die Laufzeit und die Zuverlässigkeit.

Als Kriterien für Vor- und Nachläufe gelten aus Sicht des Spediteurs:

Die Kundenanforderungen, die Abfahrtfrequenz, die geografische Lage des Kunden,, die Beschaffung des Lade- bzw. Löschhafens, die Planungssicherheit, die Umlaufzeit.

Vorteile der Bahn sind: Planungssicherheit, hohe Abfahrtsdichte, direkte und schnelle Verkehre zu zwanzig Standorten in Deutschland, der Schweiz und Österreich, günstige Kosten, zuverlässige Depotangebote.

Im Angebotsvergleich zwischen LKW und Binnenschiff bei einem Umlauf Hamburg-Magdeburg-Hamburg schneidet das Binnenschiff schlechter ab. Während der LKW den Umlauf an einem tag erledigt, benötigt das Binnenschiff zwischen 8 und 11 Tagen. Zwar könne das Binnenschiff den Grundpreis mit 550€ gegenüber 650 € des LKW anbieten. Durch die längere Laufzeit kommen jedoch ab dem vierten Tag Detentionskosten von 25 € pro Tag dazu, was zu Mehrkosten bis zu 125 € führt, womit das Binnenschiff teurer wird.Und während der LKW täglich fährt, fährt die Elbe-Linie nur dreimal wöchentlich, sei also zu langsam, zu unflexibel und zu teuer.

„Allein aus dem Tagesgeschäft heraus wird die Binnenschifffahrt es nicht schaffen, attraktiv und konkurrenzfähig zu werden.

Aber es gibt auch Erfolge und weitere Ansätze, wie die Intermodalität der verkehrsträger, also ihre Kombination, um Kosten zu senken und den Service zu verbessern.

Als Handlungsfelder für die Binnenschifffahrt wurden genannt: weiterer Infrastrukturausbau(Strom, Schleusen, Häfen); die Akzeptanz des Binnenschiffs am Terminal, die Zolloptimierung,, Abschaffung des Freihafens, den Einsatz optimaler Tonnage, ein optimiertes Marketing der Anbieter und die intensive Zusammenarbeit zwischen Anbieter, Reeder, Spediteur und Großkunden.

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