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Elbausbau wäre immense Verschwendung öffentlicher Mittel mit wenig Effekt für den Verkehr und negativen Auswirkungen auf die Elbe
Pressemitteilung der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
im Sächsischen Landtag
Nr.: 38 / 2006 vom 01.02.06, Andreas Jahnel (
Pressesprecher)
Dresden. Die GRÜNE-Fraktion im Sächsischen Landtag hat die Forderungen nach Ausbau der Elbe durch den Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH, Kapitän Detlef Bütow, zurückgewiesen.
"Der Elbausbau wäre eine immense Verschwendung öffentlicher Mittel mit wenig Effekt für den Verkehr und negativen Auswirkungen auf die Elbe", so der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Johannes Lichdi. "Es nützt Sachsen nichts, Häfen und Wasserstraßen auszubauen, die keinen angemessenen Nutzen erwarten lassen. Das Geld gehört in den Schienenausbau. Attraktive Eisenbahnverbindungen könnten weit mehr Schwerlastverkehr von der Straße holen als heute."
"Die Erfolgsmeldungen im Güterumschlag auf der Elbe sind geschönt", so Lichdi. "Der Zuwachs an Container-Transportmenge auf der Elbe ist marginal, im ganzen Jahr könnten ihn 280 Züge a 50 Container - also nicht einmal einer pro Tag mehr - aufnehmen." Täglich fahren schon 10 Containerzüge in beide Richtungen problemlos."
"Die geforderte Ganzjährigkeit der Güterschifffahrt ist ohnehin nicht zu erreichen", so Lichdi. "Wir haben nichts gegen Schifffahrt, wohl aber gegen unsinnigen Ausbau der Elbe. Es gibt bessere Lösungen, wenn Schiffe wegen Eis, Hochwasser oder Niedrigwasser nicht fahren können: die Schiene."
Dresden (dpa/sn) - Die zum Hafenverbund gehörenden Binnenhäfen an der Elbe haben 2005 ihren Umsatz geringfügig erhöht. Er lag bei knapp 9,5 Millionen Euro, 150 000 Euro mehr als im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Dienstag in Dresden mit. Insgesamt wurden 2,32 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, über 7 Prozent mehr als 2004. Zu dem Verbund gehören die Häfen in Dresden, Riesa, Torgau, Roßlau (Sachsen-Anhalt) und den tschechischen Städten Decin und Lovosice. Sie agieren unter dem Dach der Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH.
Nach Aussagen von Geschäftsführer Detlef Bütow gab es vor allem beim Güterverkehr per Binnenschiff ein deutliches Wachstum von mehr als 16 Prozent auf reichlich 802 000 Tonnen. Dabei hätten noch rund 200 000 Tonnen mehr auf dem Wasser transportiert werden können, wenn es entsprechenden Frachtraum gegeben hätte. Das Niedrigwasser der Elbe in den vergangenen Jahren habe aber Reedereien zum Abwandern an Rhein oder Donau bewogen. Allein in Tschechien sei auf diese Weise ein Viertel der Flotte verschwunden, hieß es.
Bütow verwies auf den Öko-Faktor Wassertransport. Im vergangenen Jahr seien auf dem Elbe-Abschnitt zwischen Decin und Magdeburg rund 4,3 Millionen Tonnen befördert worden. «Damit holten wir praktisch 213 590 Lastkraftwagen von der Straße», sagte er. Würden diese Lkw Stoßstange an Stoßstange aneinander gereiht, ergebe das fünf Mal die Entfernung zwischen Hamburg und München. «In der Elbe liegt noch viel Reserve», sagte ein Mitarbeiter des Hamburger Hafens. Zumal die Eisenbahnstrecken zur Nordsee bereits zu 90 Prozent ausgelastet wären und kam noch Spielraum zuließen.
Von der Bundesregierung verlangte Bütow eine rasche Beseitigung der «Schwachstellen» in der Elbe. Nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 seien erst 2004 wieder Arbeiten zur Pflege der Wasserstraße gemacht worden. Die Instandhaltung müsse auf der gesamten Strecke rasch vonstatten gehen.
(Internet: www.binnenhafen-sachsen.de)
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Dresden (ddp-lsc). Der mittel- und oberelbische Hafenverbund hat im vergangenen Jahr rund 2,32 Millionen Güter umgeschlagen. Das waren sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie der Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO), Detlef Bütow, am Mittwoch in Dresden sagte. Zudem verzeichneten die sechs Binnenhäfen Dresden, Lobositz (Lovosice), Riesa, Roßlau, Tetschen (Decin) und Torgau einen Jahresumsatz von 9,46 Millionen Euro, 150 000 Euro mehr als 2004. Besonders erfreulich entwickelte sich laut Bütow der Container-Verkehr mit Hamburg, der um 40 Prozent auf 14 044 Container-Einheiten (TEU) gesteigert werden konnte.
Insgesamt wurden 2005 den Angaben zufolge 1,645 Millionen Tonnen Güter per Lkw und über 390 000 Tonnen auf der Schiene umgeschlagen. Dank günstiger Wasserverhältnisse auf der Elbe gab es bei der Binnenschifffahrt eine Steigerung um 16 Prozent auf 802 530 Tonnen. Weitere 200 000 Tonnen konnten wegen Mangels an Schiffskapazität nicht auf dem Wasser befördert werden. Grund sei die Abwanderung von Reedereien auf andere Schifffahrtswege, erläuterte der SBO-Geschäftsführer.
Der Containerverkehr des Hafenverbundes profitierte stark vom Seehafen Hamburg. Dieser verzeichnete im Vorjahr einen Zuwachs in diesem Bereich um 15 Prozent. Ähnliche Zahlen werden auch von den Bremischen Häfen und Rotterdam gemeldet. Die bestehende Schienen-Containerlinie von Hamburg nach Riesa wurde bis zu den böhmischen Häfen verlängert. Erfolgreich war in diesem Bereich die Installation der Ganzzugverbindung Albatros-Express der Firma Transfracht im Mai 2005 von Riesa nach Hamburg und Bremerhaven. Sie wird künftig vier Mal statt drei Mal wöchentlich bedient.
Der Hafenverbund investierte 2005 rund 1,3 Millionen Euro in die sechs Häfen, darunter in eine Schwerlastplatte und einen 80-Tonnen-Kran in Tetschen sowie in eine Salzlagerhalle in Lobositz. Im Frühjahr ist Baubeginn für die neue Ro-Ro-Anlage an der Dresdner Hafeneinfahrt. In Roßlau wird im Juni ein Doppellenkerwippkran mit einer Tragfähigkeit von 70 Tonnen in Betrieb genommen. Damit können hier auch Container, Schwerlasten und Projektladungen umgeschlagen werden. Der anhaltinische Hafen gewinnt Bedeutung durch den Containerverkehr mit Brandenburg, vor allem mit Schwarzheide.
(www.binnenhafen-sachsen.de)
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Lausitzer Rundschau online | 2.2.06
Schiffslinie von Hamburg nach Böhmen verlängert
Der mittel- und oberelbische Hafenverbund hat im vergangenen Jahr rund 2,32 Millionen Güter umgeschlagen. Das waren sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie der Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO), Detlef Bütow, gestern in Dresden sagte.
Zudem verzeichneten die sechs Binnenhäfen Dresden, Lovosice (Lobositz), Riesa, Roßlau, Decin (Tetschen) und Torgau einen Jahresumsatz von 9,46 Millionen Euro – 150 000 Euro mehr als 2004. Besonders erfreulich entwickelte sich laut Bütow der Container-Verkehr mit Hamburg, der um 40 Prozent auf 14 044 der Behältnisse stieg. Insgesamt wurden 2005 den Angaben zufolge 1,645 Millionen Tonnen Güter per Lkw und über 390 000 Tonnen auf der Schiene umgeschlagen. Dank günstiger Wasserverhältnisse auf der Elbe gab es bei der Binnenschifffahrt eine Steigerung um 16 Prozent auf 802 530 Tonnen. Weitere 200 000 Tonnen konnten wegen Mangels an Schiffskapazität nicht auf dem Wasser befördert werden. Grund sei die Abwanderung von Reedereien auf andere Schifffahrtswege, erläuterte der SBO-Geschäftsführer. Der Containerverkehr des Hafenverbundes profitierte stark vom Seehafen Hamburg. Dieser verzeichnete im Vorjahr einen Zuwachs in diesem Bereich um 15 Prozent. Ähnliche Zahlen meldeten auch die Häfen von Bremen und Rotterdam. Die bestehende Schienen-Containerlinie von Hamburg nach Riesa wurde bis zu den böhmischen Häfen verlängert. Erfolgreich war in diesem Bereich die Einrichtung der Zugverbindung Albatros-Express der Firma Transfracht im Mai 2005 von Riesa nach Hamburg und Bremerhaven. Sie wird künftig viermal statt dreimal wöchentlich bedient. Der Hafenverbund investierte 2005 rund 1,3 Millionen Euro in die sechs Häfen, darunter in eine Schwerlastplatte und einen 80-Tonnen-Kran in Decin sowie in eine Salzlagerhalle in Lovosice. Im Frühjahr ist Baubeginn für die neue Ro-Ro-Anlage (roll on– roll off) an der Dresdner Hafeneinfahrt. In Roßlau wird im Juni ein Doppellenkerwippkran mit einer Tragfähigkeit von 70 Tonnen in Betrieb genommen. Damit können hier auch Container, Schwerlasten und Projektladungen umgeschlagen werden. Der anhaltische Hafen gewinnt Bedeutung durch den Containerverkehr mit Brandenburg, vor allem mit Schwarzheide. (ddp/rb)
Zudem verzeichneten die sechs Binnenhäfen Dresden, Lovosice (Lobositz), Riesa, Roßlau, Decin (Tetschen) und Torgau einen Jahresumsatz von 9,46 Millionen Euro – 150 000 Euro mehr als 2004. Besonders erfreulich entwickelte sich laut Bütow der Container-Verkehr mit Hamburg, der um 40 Prozent auf 14 044 der Behältnisse stieg. Insgesamt wurden 2005 den Angaben zufolge 1,645 Millionen Tonnen Güter per Lkw und über 390 000 Tonnen auf der Schiene umgeschlagen. Dank günstiger Wasserverhältnisse auf der Elbe gab es bei der Binnenschifffahrt eine Steigerung um 16 Prozent auf 802 530 Tonnen. Weitere 200 000 Tonnen konnten wegen Mangels an Schiffskapazität nicht auf dem Wasser befördert werden. Grund sei die Abwanderung von Reedereien auf andere Schifffahrtswege, erläuterte der SBO-Geschäftsführer. Der Containerverkehr des Hafenverbundes profitierte stark vom Seehafen Hamburg. Dieser verzeichnete im Vorjahr einen Zuwachs in diesem Bereich um 15 Prozent. Ähnliche Zahlen meldeten auch die Häfen von Bremen und Rotterdam. Die bestehende Schienen-Containerlinie von Hamburg nach Riesa wurde bis zu den böhmischen Häfen verlängert. Erfolgreich war in diesem Bereich die Einrichtung der Zugverbindung Albatros-Express der Firma Transfracht im Mai 2005 von Riesa nach Hamburg und Bremerhaven. Sie wird künftig viermal statt dreimal wöchentlich bedient. Der Hafenverbund investierte 2005 rund 1,3 Millionen Euro in die sechs Häfen, darunter in eine Schwerlastplatte und einen 80-Tonnen-Kran in Decin sowie in eine Salzlagerhalle in Lovosice. Im Frühjahr ist Baubeginn für die neue Ro-Ro-Anlage (roll on– roll off) an der Dresdner Hafeneinfahrt. In Roßlau wird im Juni ein Doppellenkerwippkran mit einer Tragfähigkeit von 70 Tonnen in Betrieb genommen. Damit können hier auch Container, Schwerlasten und Projektladungen umgeschlagen werden. Der anhaltische Hafen gewinnt Bedeutung durch den Containerverkehr mit Brandenburg, vor allem mit Schwarzheide. (ddp/rb)
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